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2009 kamen über 300.000 Besucher in die Gedenkstätte.
Der Ausbau der Stasiopfer-Gedenkstätte in Berlin-Hohenschönhausen verzögert sich. Wie Gedenkstätten-Leiter Hubertus Knabe am Sonntag sagte, werden die neue Ausstellung und der Umbau nicht vor Ende des nächsten Jahres fertig sein.
Ursprünglich sollte der Umbau schon Ende dieses Jahres abgeschlossen werden. Das frühere zentrale Untersuchungsgefängnis der Staatssicherheit soll einen Buchladen, Seminarräume, ein Kino, Garderoben und ein Café für Besucher bekommen.
Insgesamt werden 16,2 Millionen Euro investiert.
In der künftigen Ausstellung in einer umgebauten Lagerhalle soll über die Geschichte des Gefängnisses und den Haftalltag in Hohenschönhausen informiert werden.
Besucherzahlen steigen
In die Gedenkstätte kommen von Jahr zu Jahr mehr Besucher. 2009, im 20. Jahr des Mauerfalls, informierten sich dort mehr als 300.000 Menschen. Bei den Führungen berichten rund 50 frühere Häftlinge von ihrem Alltag in dem Stasi-Gefängnis. Für dieses Jahr haben sich schon mehr als 100.000 Besucher zu Führungen angemeldet, wie Knabe sagte. "Wir stoßen an die Grenzen unserer Kapazität."
Derzeit würden die Öffnungszeiten am Abend bis 19.00 Uhr verlängert. Doch das ziehe höhere Personalkosten nach sich, so der Direktor. Bund und Land finanzieren die Gedenkstätte mit knapp 1,2 Millionen Euro. Die steigenden Belastungen müssten irgendwann durch entsprechende Haushaltsmittel ausgeglichen werden. "Wir erwirtschaften schon jetzt die Hälfte unseres Etats selbst - das lässt sich nicht unbegrenzt fortsetzen." Erst im Vorjahr seien die Eintrittsgelder um einen Euro erhöht und der eintrittsfreie Montag abgeschafft worden, sagte Knabe.
© Rundfunk Berlin-Brandenburg
http://www.rbb-online.de/nachrichten/politik/2010_02/ausbau_der_stasi_opfer.html