Sie sind hier:
rbbonline | Nachrichten | Politik


Rund 12 000 BVG-Beschäftigte bekommen mehr Geld.
Die rund 12 000 Beschäftigten der Berliner Verkehrsbetriebe und ihrer Tochter Berlin Transport erhalten rund drei Prozent mehr Geld. Das sieht der Tarifkompromiss vor, auf den sich Arbeitgeber und Gewerkschaften in der Nacht zu Freitag verständigten.
Der neue Tarifvertrag hat eine Laufzeit von zwei Jahren. Während dieser Zeit sollen die Einkommen in mehreren Schritten angehoben werden. Außerdem erhalten die Mitarbeiter im April eine Einmalzahlung von 340 Euro. Der neue Tarifvertrag soll sofort in Kraft treten, sobald die Gremien von Gewerkschaft und Arbeitgeberverband zugestimmt haben.
Wowereit, die BVG und ver.di zeigen sich zufrieden
Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) begrüßte die Einigung. Sie sei ein vernünftiger Kompromiss, der für die nächsten beiden Jahre sowohl angemessene Lohnsteigerungen als auch die Verlässlichkeit der BVG sichere, sagte Wowereit am Freitag.
Auch die ver.di-Landesvorsitzende für Berlin und Brandenburg, Stumpenhusen äußerte sich zufrieden. Dem rbb-Inforadio sagte sie, die Verhandlungskommission habe bewusst auf eine konkrete Forderung verzichtet. Dennoch sei es ver.dis Position, dass die Wirtschaft nur in Schwung komme, wenn die Beschäftigten Geld verdienen und es auch ausgeben können.
BVG-Personalvorstand Lothar Zweininger sagte der rbb-Welle RadioBERLIN 88,8, die vereinbarten Gehaltserhöhungen seien für beide Seiten ein guter Kompromiss. Beide Tarifpartner hätten den festen Willen gehabt, eine Lösung am Verhandlungstisch zu finden. Deswegen habe man sich, anders als bei früheren Tarifrunden, ohne große Streikaktionen einigen können.
Vor zwei Jahren waren die BVG-Tarifverhandlungen in einen Streik gemündet. Die Gewerkschaften legten seinerzeit Busse, Trams und U-Bahnen zwei Wochen lang weitgehend lahm.
© Rundfunk Berlin-Brandenburg
http://www.rbb-online.de/nachrichten/politik/2010_02/drei_prozent_mehr.html