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Zahlreiche Bürgersteige in der Hauptstadt sind vereist.
Die vielen Stürze auf eisglatten Wegen und Straßen halten Berlins Klinik-Ärzte auf Trab. "Wir müssen inzwischen nachts durchoperieren, um das alles zu schaffen", sagte ein Oberarzt am Berliner Unfallkrankenhaus am Montag.
Zur Zeit würden allein in der Marzahner Klinik am Tag rund 100 Patienten mit Sturzverletzungen eingeliefert, auch viele jüngere Patienten seien dabei.
Die Hälfte von ihnen müsse auch operiert werden, ergänzte der Arzt. Häufig seien Hand- und Sprunggelenke gebrochen. Aber auch Ober- und Unterschenkel erwischt es oft. "Bei einem Sturz auf Eis ist der Aufprall besonders hart. Das zieht viele Operationen nach sich." Bis ein Bruch wieder verheilt ist, dauert es mindestens sechs Wochen.
Stadtrat gibt Dienstleister die Schuld
In vielen Bezirken Berlins wird auch vor öffentlichen Gebäuden nach wie vor nicht geräumt. Zur Begründung sagte der im Bezirk Mitte zuständige Stadtrat Carsten Spallek (CDU), man habe die Räumpflicht an einen externen Dienstleister übertragen, der dieser Pflicht jedoch nicht nachgekommen sei. Dieses sei ein großes Ärgernis, und die Zustände seien nicht hinnehmbar.
Etwaige Schadensersatzklagen verletzter Bürger werde man an den Dienstleister weiterleiten. Ausserdem würden bereits die Rechnung gekürzt und der Auftrag neu ausgeschrieben.
Stand vom 08.02.2010
Dieser Beitrag gibt den Sachstand vom 08.02.2010 wieder. Neuere Entwicklungen sind in diesem Beitrag nicht berücksichtigt.
© Rundfunk Berlin-Brandenburg
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